Trockenbau heißt: Räume werden ohne Mörtel und ohne Trocknungszeiten gebaut. Statt gemauerter Wände entsteht ein Ständerwerk aus verzinkten Metallprofilen, das beidseitig mit Gipsplatten beplankt wird. Der Hohlraum dazwischen nimmt Dämmung, Elektroleitungen und Sanitärinstallationen auf.
Der praktische Vorteil liegt im Zeitplan. Eine Trockenbauwand steht an einem Tag und kann am nächsten gespachtelt werden — eine gemauerte Wand bringt Feuchtigkeit ins Gebäude, die erst austrocknen muss. Bei Umbauten im bewohnten Bestand ist das oft der entscheidende Punkt.
Der zweite Vorteil ist die Bauphysik. Eine richtig aufgebaute Ständerwand dämmt den Schall besser als eine massive Wand gleicher Dicke, weil zwei getrennte Schalen und eine Dämmschicht zusammenwirken. Voraussetzung ist, dass der Aufbau stimmt — daran scheitern die meisten mangelhaften Wände, nicht am Material.